IFZ Sourcing Studie 2019
Fintech

Die Resultate der IFZ Sourcing Studie 2019

Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ hat erstmalig eine breit angelegte Studie über den Sourcing Markt der Schweizer Bankenlandschaft durchgeführt.

Andrea Elmer Andrea Elmer, 10. Mai 2019

Anlass für die Studie gab die Tatsache, dass die Finanzindustrie ihre Geschäftsmodelle aufgrund sinkender Margen, neuer internationaler Player und zunehmender Digitalisierung von Grund auf überdenkt.

Folgende Resultate zeigt die Studie:

  1. Der Sourcing Markt hat eine beachtliche Grösse erreicht und umfasst ein Volumen von rund 2.2 Mia. 80% entfallen auf Dienstleitungen im IT-Bereich, 16% auf Verarbeitungsdienstleistungen vor allem in den Bereichen Wertschriften und Zahlungsverkehr, in die restlichen 4% fallen Services in den Bereichen Rechnungswesen, Compliance und weitere.
  2. Neun von zehn Banken lagern Services und Dienstleistungen aus. Während Dienstleistungen im Bereich IT sowie Auslagerungen von der Zahlungsverkehr- und Wertschriftenverarbeitung breit etabliert sind, entfällt nur rund 6% des Sourcings auf die Kreditverarbeitung.
  3. Die Zusammenarbeit mit den Sourcing Partnern ist grösstenteils zufriedenstellend. Die Banken würden sich wieder für eine Zusammenarbeit mit denselben Anbietern entscheiden.
  4. Wichtigste Kriterien für die Auslagerung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie sie Sicherstellung des Know-hows. Wichtig sind zudem ausführliche Service Level Agreements und ein direkter Zugang zu Sachbearbeitern und Spezialisten des Sourcing-Partners.
  5. Die Kosteneffizienz von Banken hängt nicht vom Grad des Outsourcings ab. Es ist also heute noch nicht so, dass Banken, die mehr outsourcen, eine bessere Kosteneffizienz aufweisen.


Die Autoren der Studien fassen ihre Interpretation der Resultate zu folgenden Thesen zusammen:

  • Die Leistungen der Sourcing-Anbieter befinden sich auf einem hohen Qualitätsniveau und werden laufend verbessert. Die Anbieter «müssen technologisch und regulatorisch auf der Höhe» sein und in ihrem Bereich ein ausgeprägtes Know-how vorweisen können.
  • Der Sourcing-Markt wächst. Alle Banken planen, das Outsourcing tendenziell zu erweitern.
  • Sourcing-Anbieter werden nicht nur als Lieferanten, sondern als Partner betrachtet. Die Lösungen werden gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt. Entsprechend wollen die Banken von den Partnern nicht die höchste Qualität zum tiefsten Preis, sondern eine Win-Win-Situation für beide Seiten schaffen.
  • Ein entscheidender Faktor in der Umsetzung neuer Lösungen wird die Agilität der Beziehung sein. In einer dynamischen Welt müssen auch die Lösungen schnell und agil vorangetrieben und an sich laufend verändernde Bedingungen des Marktes angepasst werden können.


Für uns als Kreditfabrik schliessen wir folgendes:

Das Sourcing in der Kreditverarbeitung bietet gewaltiges Potenzial. Insbesondere die automatisierte Kreditverarbeitung, wie wir sie mit der Kreditfabrik anbieten, schafft in einem Umfeld tiefer Margen zusätzliche Möglichkeiten, um die Kosteneffizienz nochmals entscheidend zu optimieren.

Mit unserem agilen Vorgehen, dem ausgeprägten Know-how in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung sowie der präzisen und geprüften Umsetzung regulatorischer Vorgaben wollen wir Teil des wachsenden Sourcing-Marktes sein.

Vielen Dank Dr. Urs Blattmann, dass wir an der Studie und der Sourcing Konferenz vom 8. Mai 2019 teilnehmen durften.

Die gesamte Studie können Sie unter folgendem Link lesen.

Andrea Elmer
Andrea Elmer
Kommunikation